Montag, 16. Januar 2017

Radio Section

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Sonntag, 1. Januar 2017

Serenity Interview

„Auf Da Vinci’s Spuren“

Melodic/Symphonic Rock-und-Metal erfreut sich im gesamten Sektor immer größerer Beliebtheit. Als einer der Bands, die sich hierfür mitverantwortlich zeigen, gilt die österreichische Formation Serenity. Frontman Georg Neuhäuser stand uns Rede und Antwort zum neuen Opus »Codex Atlanticus« und erklärte uns, welche neue Ära man gerne mit einläuten möchte.


Georg, »Codex Atlanticus« einmal mehr ein sehr ausschweifender, mystisch anmutender Titel Eures neuen Rundlings. Welche Bedeutung dürfen wir dahinter vorstellen?

Wir haben in unseren Alben seit »Death & Legacy« Themen aus dem Historischen aufgegriffen und uns inhaltlich Personen der Zeitgeschichte gewidmet, wie zum Beispiel Casanova oder der ungarischen Blutgräfin Elisabeth Bathory, über die es viel Mystisches zu berichten gab. Bei »Codex Atlanticus«, werden die Überlieferungen des Leonardo Da Vinci zum Thema gemacht. Zwar stellt das Ganze keine Biografie dar, jedoch geht es im Wesentlichen um diese Person der Zeitgeschichte. Das was historisch belegt werden konnte, wurde auch textlich verarbeitet. Zum Beispiel die Tatsache, dass Da Vinci anatomische Studien an Menschen durchgeführt hat. Der eigentliche Aufbau des Textes, hat uns aber noch einiges an eigenen Spielraum gelassen. Feste Konzepte haben wir auf den Serenity Alben aber nicht, diesbezüglich kann ich mich bei anderen Projekten austoben.

Das sprichst Du den nächsten interessanten Punkt. Komplexität und gute Melodien, Hooklines werden bei Euch fast perfekt vereint. Erkläre mit bitte einen Songwriting Prozess bei Serenity?

Jeder von uns steuert seine Ideen hinzu. Beispielsweise hab ich die Erleuchtung einer Grundmelodie, die ich meinen Bandkollegen schicke. Das Ganze wird dann verfeinert, wir sprechen viel darüber, ob die Elemente zueinander passen und so finden wir dann eine finale Version des jeweiligen Titels. Abschließend geht der Song dann zu unserem Mastering Genie Lukas von der Band Illuminata, die in Graz beheimatet ist. Lukas geht in Kürze in die USA um unter anderem im Film Sektor tätig zu werden. Er verpasst der Produktion noch den bombastischen, orchestralen Anstrich. Allerdings gestaltet sich die Produktion nicht immer so ganz einfach. Hier in Österreich liegt schon noch unsere Home-Base, aber wir kommen doch aus verschiedenen Ländern und so ist es einfacher, sich die Files hin und her zu schicken. Das Ganze fügt sich letztlich schon ein wenig wie ein Puzzle zusammen. Was wir zum Beispiel nicht mehr machen, ist zusammen im Studio zu jammen. Zeitlich setzten wir uns aber nicht unter Druck. Das ist dann tatsächlich der Vorteil, wenn Du nicht von der Musik leben musst (lacht), welch eine Ironie. Aber trotz allem, weiß ich jetzt schon, wann die nächste stressige Phase auf uns zukommt, nämlich kurz vor der nächsten Produktion.

Hast Du schon die eine oder andere Reaktion, bezüglich Eures neuen Rundlings bekommen?

Ja in jedem Fall. Die allermeisten Reaktionen fallen sehr positiv aus, mit wirklich guten Bewertungen. Bei ein bis zwei Magazinen, sind wir wohl etwas durch das Raster gefallen, aber damit muss man leben. Wir freuen uns über jegliche Art von positiver Resonanz auf »Codex Atlanticus«.

Wie schätzt Du persönlich den österreichischen Sektor ein, was entsprechende Musik angeht?

Ok da möchte ich einen Vergleich heranziehen. Nimm Dir mal den Bereich Schweiz vor. Dort ist man mit Bands wie Gotthard, Shakra, Krokus gut dabei und man ist stolz darauf, wenn solche Formationen Erfolg haben und eventuell mit Gold oder Platin ausgezeichnet werden. Hierzulande verhält sich das ganz anders. Da berichtet man eher kritisch über derartige musikalischen Stilblüten. Das wirkt sich zu einem nicht unwesentlichen Teil auch auf die Konzerte aus. Es ist schon bezeichnend, dass wir in London mehr Konzertbesucher haben, als zum Beispiel in Salzburg. Was hier in Österreich tatsächlich gut läuft, ist volkstümliche Musik. Aber wenn Du denkst, dass Du in Österreich bekannt bist und es automatisch geschafft hast, siehst Du Dich getäuscht, dazu musst Du auch zum Beispiel den großen deutschen Markt knacken. Ein Andreas Gabalier, hat genau das erreicht und das macht ihn derzeit so erfolgreich.

Mit Phantasma, hast Du ein weiteres heißes Eisen im Feuer, eine Option für die Zukunft?

Es gab eine Phase, gerade als unser ursprünglicher Gitarrist Thomas Buchberger die Band verlassen hatte, in der ich den Drang verspürte, etwas neues, anderes zu machen. Charlotte Wessels kannte ich ja bereits durch unser Label und ihre Gastvocals bei uns. Oliver Philipps von Everon komplettierte das Ganze. Er hatte vorab ja bereits Delain, Charlottes Band produziert. Weitere Musiker wie „Sly“ Dennis Schunke von Van Canto gesellten sich hinzu, denn es sollten diesmal nicht die „üblichen Verdächtigen“ wie zum Beispiel Jorn Lande sein. Charlotte hat letztlich die Story und die Texte zu Phantasma geschrieben. Ich persönliche stehe auf Sachen wie Avantasia und etwas derartiges schwebte mir vor, ohne dass es zu sehr nach Delain oder Serenity klingt. Eine Option für die Zukunft, in jedem Fall, aber Hauptaugenmerk bleibt Serenity.

Jörg „Bonne“ Bonszkowski


Codex Atlanticus (2016/Napalm Records)
Aktuelles Album

Coming next...!!!

After having a break Melodic Rock Avenue will continue with new Reviews/Interviews and more...Watch Out!!!

Sonntag, 1. Februar 2015

Eclipse - Armageddonize


ECLIPSE
Armageddonize/ 43.32 Min
Frontiers/Soulfood
Für Fans von Eclipse
9,5/10

Man ist doch positiv überrascht das Eclipse-Mastermind Erik Martensson, neben all seinen Projekten und Beteiligungen noch Zeit gefunden hat, um den neuen Rundling seiner Stammformation rauszuhauen. ‚Bleed & Scream‘ der voran gegangene Output, konnte viel positive Resonanzen ergattern, dementsprechend war die Erwartungshaltung doch recht hoch angesiedelt. Anscheinend für Herrn Martensson und seine Crew ein eher leichtes Unterfangen, hier noch einmal richtig nachzulegen, was gleich der Opener „I Don’t Wanna Say I’m Sorry“ sowie die nachfolgende erste Single-Auskopplung „Stand On Your Feet“ unter Beweis stellen. Treibende Rock/Hard Rock Tracks mit eingängigen Strukturen und Melodien, nebst hervorragender Instrumentierung, versehen mit einem guten Sound, lassen ‚Armageddonize‘ zu einem echten Hörgenuss werden. Mit diesem Rundling wird die Band zweifellos neue Anhänger hinzugewinnen, aber auch die vorhandene Fangemeinde nicht enttäuschen…ZUGREIFEN!!!
Jörg „DJ Bonne“ Bonszkowski


Revolution Saints


REVOLUTION SAINTS
st/ 54.57 Min
Frontiers/Soulfood
Für Fans von Journey
9,5/10

Doug Aldrich, Jack Blades und Deen Castronovo zusammen in einem Projekt tätig, wer dies vor Jahren auch nur zu träumen gewagt hätte, wäre wohl auf seinen geistigen Zustand hin untersucht worden. Anno 2015 geht dieser Traum nun in Erfüllung. Wer anders als die Spezialisten von Frontiers Records sollten ein solches Vorhaben verwirklichen können.
„Turn Back Time“ die erste Single Auskopplung zeigt auch gleich die Richtung an, Melodic Rock ganz im Fahrwasser von Journey angesiedelt, mit einem hohen Maß an Wiedererkennungswert, hymnenhafte Hooklines, die sich gnadenlos in den Lauschern festsetzen und schon nach dem ersten Hördurchgang „Suchtpotential“ entwickeln. Castronovo ist nicht nur ein guter Schlagwerker, sondern beherrscht auch die Kunst des Gesangs, ganz eindeutig, was er bereits bei diversen Gigs mit seiner Stammformation Journey unter Beweis stellen konnte. Gleichwohl stellt das Duett „You’re Not Alone“ mit seinem Journey ‚Sanges-Kollegen‘ Arnel Pineda eines der zahlreichen Highlights, dieses durchweg großartigen Rundlings dar und so darf, nein muss man die (fast) Höchstpunktzahl vergeben…Pflichtscheibe für AOR Jünger!!!
Jörg „DJ Bonne“ Bonszkowski